WAE-WIKI

In der Werbebranche gibt es viele Begriffe und Gegebenheiten, die auch für unsere Kunden wichtig sein können.
Gerne erklären wir jederzeit unser Fach und die Zusammenhänge, denn nur so kann der Kunde uns verstehen und Missverständnisse entstehen erst gar nicht. Wir haben einige häufig gestellte Fragen zusammengefasst.
So einfach wie möglich und so fachlich wie nötig.
Sollten noch Fragen offen sein, schreibe uns Deine Frage an eiring@eiring.de.

1. Was ist der Unterschied zwischen einem Pixelbild und einer Vektorgrafik?

 

Ein Pixelbild (auch Rasterbild) besteht aus vielen kleinen Bildpunkten, dem Pixel. Ein Pixel ist das kleinste Element eines Bildes. Jeder Pixel hat einen Farbton bzw. Farbinformation, diese ergeben zusammen das gesehene Bild.
Sollte ein Bild in der Auflösung (siehe 2.) zu gering sein, spricht man umgangssprachlich von “verpixeln”, es sieht unscharf aus und man sieht unter Umständen die einzelnen Pixel als Quadrat.

Vektoren dagegen bestehen aus mathematischen Kurven, welche über Koordinatenpunkte zu Flächen verbunden sind. Dadurch sind sie beliebig vergrößerbar und „verpixeln“ nicht wie Pixelbilder. Logos müssen immer als Vektorgrafiken vorhanden sein, da diese in diversen Größen einwandfrei darzustellen sind. Auch umfangreichere und aufwändige Motive können als Vektorgrafik erstellt werden.

2. Was hat es mit der Auflösung auf sich?

Die Auflösung bezieht sich auf die Pixelanzahl auf einer bestimmten Fläche bzw. Strecke. Diese Angabe hat aber nichts mit der Größe des Bildes zu tun.

Vergrößert man ein Bild in der Bildfläche, wird die Auflösung schlechter. 

Für Auflösungen gibt es je nach Reproduktion verschiedene Einheiten.
Im Agenturumfeld spricht man von DPI (Dots Per Inch) oder von PPI (Pixel Per Inch). Wir und die meisten unseren Kollegen sprechen generell von DPI, obwohl dies fachlich korrekt die Druckpunkte bezeichnet und nicht die Pixel. Der Unterschied der Dots und Pixel ist so verschwindet gering, dass man ihn vernachlässigen kann.

Ein Beispiel: Hat ein Bild 40 x 40 cm und eine Auflösung von 300 ppi, befinden sich auf jedem Inch 300 Pixel. Vergrößert man dieses Bild auf 80 x 80 cm, ist die Auflösung des Bildes nur noch ca. 150 ppi.

Die Anzahl der Pixel hat sich nämlich nicht geändert, nur die Strecke auf der sie verteilt sind.

Durch die sogenannten Interpolationsverfahren werden – einfach gesagt – aus den benachbarten Pixeln fehlende neue Pixel errechnet und eingeschoben. Dies führt bei hoher Vergrößerung zu einer Unschärfe des Bildes.

3. Was sind druckfähige Bilder?

 

Um ein gutes Druckergebnis zu erzielen, sollen Bilder eine Auflösung von 300 dpi bei 1:1-Darstellung haben.

Bei Bannern oder Plakaten, die aus größerer Entfernung betrachtet werden, reichen in der Regel 150 dpi.

 

4. Was ist RGB und CMYK, und worin besteht der Unterschied?

 

RGB (Rot, Grün, Blau; auch additive Farbmischung) sind Lichtfarben und werden am Bildschirm dargestellt. Die Überlagerung von allen drei Lichtfarben ergibt weiß.

CMYK (Cyan, Magenta, Yellow/Gelb, Key/Schwarz; auch subtraktive Farbmischung) sind Farben, welche beim Druck verwendet werden. Die Überlagerung aller Druckfarben ergibt theoretisch schwarz.

RGB sind also Bildschirmfarben und CMYK Druckfarben und können auf dem jeweils anderen Medium nur simuliert werden.

 

5. Warum wirken Farben am Bildschirm anders als beim Druck?

 

Wie in Frage 4 schon erwähnt, handelt es sich bei RGB und CMYK um zwei unterschiedliche Farbmodelle, die auch verschiedene Eigenschaften mit sich bringen.

Der RGB-Farbraum umfasst eine höhere Zahl an darstellbaren Farben (Farbumfang) als der CMYK-Farbraum, sodass ein bestimmter RGB-Farbton als Druckfarbton (CMYK) überhaupt nicht existiert bzw. darstellbar ist und nur näherungsweise getroffen werden kann.

Ein weiterer Aspekt sind die Farbeinstellungen, welche von Bildschirm zu Bildschirm und natürlich von Drucker zu Drucker variieren. So entsteht ohne Farbmanagement eine verzerrte Farbwiedergabe.

6. Warum ist Pantone so teuer aber gleichzeitig auch so wichtig?

Pantone ist ein Sonderfarbsystem, welches von Pantone LLC entwickelt wurde.
Die Druckfarbe wird nicht per CMYK-Farbmischung gemischt, sondern stammt direkt in der gewünschten Farbe vom Hersteller. 

Pantone-Druck ist im unteren Auflagensegment teurer als CMYK. Dies erklärt sich daher, dass die Druckerei das Farbwerk extra mit der für den Kunden ausgewählten Pantone-Farbe einrichten muss.
CMYK läuft in den meisten Druckmaschinen schon standardmäßig.

Der Kostenverursacher ist daher nicht der Druck oder die Farbe, sondern die Farbwerkeinrichtung und die an den Druck anschließende Säuberung des entsprechenden Farbwerkes.
Ab einer hohen Auflage relativieren sich die Kosten allerdings wieder.

Da durch den CMYK-Farbraum nicht alle Farben (zum Beispiel des RGB-Farbraums) darstellbar sind, sind Sonderfarben (Pantone, HKS, etc.) die einzige Möglichkeit diese Farben zu drucken.

Fragen Sie uns gerne nach Druckangeboten!

7. Warum sieht beim Nachdruck oder einem anderen Produkt dieselbe Farbe anders aus?

Dies kann verschiedene Ursachen haben.

In der Theorie ist durch Farbmanagement eine 100% identische Farbe möglich.
Die Praxis sieht allerdings leider anders aus.

Durch unterschiedlich kalibierte Druckmaschinen und Farbqualitäten kann es hier zu kleinen aber entscheidenden Variationen kommen.

Der Bedruckstoff (z. B. Papier) kann unterschiedliche Eigenschaften haben. So kann die Saugfähigkeit oder der Farbton unterschiedlich sein. So reagieren ein gestrichenes oder ungestrichenes Papier auf Farbe unterschiedlich.
Da Papier nach wie vor ein Naturprodukt bleibt, kann es auch hier zu leichten Farbschwankungen oder Beschaffung des Bedruckstoffes kommen.
Nur bei einer einheitlichen Papiercharge kann man von gleichen Druckergebnissen sicher sein.

8. Was ist das Raw-Format und wofür ist es gut?

 

Professionelle Spiegelreflexkameras oder auch spiegellose Systemkameras ermöglichen das Abspeichern in diesem Format.
Viele digitale Kameras speichern Bilder schon bearbeitet ab.
Anders ist es im RAW-Format:
Die aufgenommenen Daten werden nach der Digitalisierung weitgehend ohne Bearbeitung auf das Speichermedium gespeichert – so wie sie vom Sensor der Kamera aufgezeichnet wurden. Es ist quasi das “digitale Negativ”.
Die Bildbearbeitung kann man von Grund auf nach seinen Wünschen gestalten und ist somit besonders flexibel.
Durch die unkomprimierte Speicherung ist ein RAW-Bild deutlich größer als ein abgespeichertes JPG.

 

9. Was ist eigentlich der Goldenen Schnitt?

 

Der Goldene Schnitt ist das Teilungsverhältnis einer Strecke oder einer anderen Größe und wird von Menschen als besonders schön empfunden. Des Weiteren kommt der goldene Schnitt auch in der Natur häufig vor. Das Gesicht und generell der menschliche Körper entsprechen dem Goldenen Schnitt, was rein rechnerisch 13:8 oder 1:1,618 ist.

Die Schönheit empfinden wir, da eine Gleichheit der Proportionen existiert, obwohl es keine Gleichtheit der Teile gibt.
Der Goldene Schnitt wurde in der Geschichte als “göttliche Proportion” bezeichnet, da im 19. Jahrhundert das mathematische Teilungsverhältnis mit der Schönheit der Natur und dem Dasein des Menschen korreliert wurde.